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Adress

Adress ist die Ansprechposition — die Haltung, die du vor dem Schlag zum Ball einnimmst.

Die Adress-Position, auch Set-Up genannt, ist das Fundament jedes Golfschlags. Du stehst mit etwa schulterbreitem Stand, die Knie leicht gebeugt, den Oberkörper aus der Hüfte nach vorn geneigt, die Arme hängen locker unter den Schultern. Das Gewicht verteilt sich ausgewogen auf beide Füße, bei den meisten Schlägen etwa fifty-fifty. Ballposition und Ausrichtung auf das Ziel gehören ebenfalls zur Adress-Position. Im Regelwerk zählt der Ball zum Zeitpunkt des Ansprechens als angesprochen, was früher für Strafschläge bei Bewegung des Balls sorgte.

In der Praxis entscheidet die Adress-Position über die Wiederholbarkeit deiner Schwünge. Ein Beispiel: Beim Eisen 7 steht der Ball mittig im Stand, die Hände leicht vor dem Ball, die Schlagfläche zeigt auf das Ziel. Beim Driver wandert der Ball nach vorn Richtung linke Ferse, der Stand wird breiter, die Schulterlinie kippt leicht. Diese kleinen Veränderungen pro Schlägergruppe sind Standard und kein Trick. Baue die Position in deine Preshot Routine ein: erst hinter dem Ball ausrichten, dann seitlich dazutreten, Stand setzen, waggeln, schlagen.

Typischer Fehler ist das zufällige Hinstellen ohne Prüfung. Viele Amateure zielen mit den Füßen rechts oder links vom Ziel und kompensieren das im Schwung — daraus werden Pull und Push. Ein weiteres Missverständnis: Steifheit bringt Kontrolle. Tatsächlich blockiert verspannter Stand die Rotation, locker bleibt besser. Prüfe deine Adress-Position regelmäßig im Spiegel oder mit einem Stock auf dem Boden entlang der Fußlinie. Fünf Sekunden Sorgfalt vor dem Schlag sparen mehr Schläge als jede Schwungkorrektur danach.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich meine Adress-Position kontrollieren?

Regelmäßig, mindestens einmal pro Trainingseinheit und immer dann, wenn Schläge auffällig in dieselbe Richtung abdriften. Die Position verstellt sich unbemerkt mit der Zeit, etwa durch Gewohnheit oder Müdigkeit. Ein Ausrichtungsstock auf dem Boden entlang der Fußlinie oder ein Spiegel im Pro-Shop zeigen dir Abweichungen sofort.

Stimmt es, dass ein verspannter Stand mehr Kontrolle bringt?

Nein, das Gegenteil ist der Fall. Verkrampfte Hände und steife Beine blockieren die Rotation und kosten Länge und Gefühl. Lockerheit mit klarem Aufbau schlägt Steifheit: leicht gebeugte Knie, hängende Arme, ruhiger Atem.

Gilt die Adress-Position auch beim Putten?

Grundsätzlich ja, nur mit angepassten Werten: schmalerer Stand, Augen über oder leicht innerhalb der Balllinie, Arme fast senkrecht. Das Prinzip bleibt identisch — eine wiederholbare Ausgangslage vor jedem Schlag. Details zum sauberen Aufbau findest du auch unter Set-Up.