Bogey
Ein Bogey ist ein Schlag über Par auf einem Loch.
Das Bogey gehört zu den häufigsten Ergebnissen im Amateurgolf. Es liegt genau einen Schlag über der Par-Vorgabe des Lochs. Auf einem Par 4 bedeutet das fünf Schläge, auf einem Par 3 vier Schläge. Der Begriff stammt aus England und war ursprünglich ein Sollwert für gute Spieler. Erst später setzte sich Par als Standard durch, und Bogey rutschte einen Schlag nach oben. Wer konstant Bogeys spielt, kommt auf einer Par-72-Runde auf 90 Schläge. Daher der geläufige Ausdruck „Bogey-Golfer" für Spieler mit einem Handicap um 18.
In der Praxis entsteht ein Bogey meist aus einem einzigen Fehler, der sauber repariert wird. Beispiel: Auf einem Par 4 landet dein Abschlag im Semi-Rough. Der zweite Schlag bleibt vor dem Grün liegen. Du chippst auf zwei Meter und lochst mit zwei Putts. Fünf Schläge, ein Bogey. Genau darin liegt die Qualität dieses Ergebnisses: Ein verzogener Ball kostet dich nur einen Schlag, keinen ganzen Score. Viele Golfer verlieren stattdessen Schläge, weil sie nach einem Fehler den Heldenschlag suchen.
Ein verbreitetes Missverständnis: Bogeys seien automatisch schlecht. Nach dem Stableford-System bringt ein Bogey einem Spieler mit Vorgabeschlag auf diesem Loch weiterhin zwei Punkte. Für die meisten Handicap-Klassen ist das ein solides Ergebnis. Rechne vor der Runde durch, wo dir Vorgabenschläge zustehen. Das nimmt Druck von den schweren Löchern.
Wie die Ergebnisse zusammenhängen, siehst du im Vergleich mit Birdie und Doppelbogey.
Häufige Fragen
Ist ein Bogey automatisch ein schlechtes Ergebnis?
Nein, für die meisten Amateure ist ein Bogey ein völlig solides Ergebnis. Im Stableford bringt dir ein Bogey mit Vorgabeschlag auf dem Loch weiterhin zwei Punkte. Wer auf allen 18 Bahnen Bogey spielt, landet auf einem Par-72-Platz bei 90 Schlägen — davon träumen viele Freizeitgolfer.
Was bedeutet der Ausdruck Bogey-Golfer?
Damit sind Spieler gemeint, die im Schnitt einen Schlag über Par pro Loch spielen, also etwa mit einem Handicap um die 18 unterwegs sind. Der Begriff hat nichts Abwertendes — er beschreibt einfach eine sehr verbreitete Spielstärke. Wer konstant Bogey spielt, gehört schon zu den besseren Freizeitgolfern.
Wie verhindere ich, dass aus einem Bogey ein Doppelbogey wird?
Die Antwort liegt fast nie im perfekten Schlag, sondern in der Entscheidung danach. Nach einem verzogenen Ball nimm die sichere Option zurück ins Spiel, statt den Heldenschlag durch die Baumlücke zu suchen. Wer Schäden konsequent auf einen Schlag begrenzt, macht aus fast jedem Fehler nur ein Bogey statt eines Doppelbogeys.