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Bounce

Der Bounce ist der Winkel zwischen der Vorderkante und der Sohle eines Schlägers — er verhindert, dass sich der Schläger in Sand oder weichen Boden gräbt.

Der Bounce sitzt an der Unterseite des Schlägerkopfs und spielt vor allem beim Wedge eine große Rolle. Gemeint ist die Wölbung der Sohle: Liegt der Schläger auf dem Boden, berührt ihn die Sohle an ihrem tiefsten Punkt, und die Vorderkante steht etwas höher. Dieser Höhenunterschied ist der Bounce-Winkel, gemessen in Grad. Viel Bounce lässt den Schläger über Sand und weichen Boden gleiten statt einzutauchen. Wenig Bounce schneidet sauber durch festes Gras und harte Lagen. Wedges werden deshalb in Varianten mit wenig, mittlerem und viel Bounce angeboten, passend zu Platzbedingungen und Schwungstil.

Auf dem Platz entscheidet der Bounce oft über den Ausgang des Bunkerschlags. Ein Beispiel: Dein Ball liegt im weichen Sand eines tiefen Bunkers. Mit einem Wedge mit viel Bounce triffst du den Sand zwei Finger breit hinter dem Ball, die Sohle rutscht durch, der Ball schwimmt auf dem Sandkissen aus dem Bunker. Mit wenig Bounce gräbt sich die Vorderkante ein, der Ball bleibt liegen oder springt unberechenbar. Auf hartem, dünnem Sand umgekehrt: Zu viel Bounce lässt den Schläger abprallen, der Ball wird dünn getroffen und fliegt übers Grün.

Typisches Missverständnis: Bounce ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Passform. Wer auf weichen, sandigen Plätzen spielt und steil zuhaut, braucht mehr Bounce. Wer auf festen Plätzen spielt und flach durch den Ball schwingt, kommt mit wenig Bounce besser zurecht. Beim Kauf lohnt der Blick auf die Bounce-Angaben neben dem Loft — beide Zahlen stehen oft auf dem Schläger. Wenn du unsicher bist, ist mittlerer Bounce die sichere Wahl für wechselnde Bedingungen.

Häufige Fragen

Wie viel Bounce brauche ich für weiche Sandbunker?

In weichem, tiefem Sand ist viel Bounce dein Freund, weil die Sohle durch den Sand gleitet, statt sich einzugraben. Du triffst den Sand etwa zwei Finger breit hinter dem Ball, und der Ball schwimmt auf dem Sandkissen aus dem Bunker. Wer generell steil auf den Ball zuhaut, fährt mit mehr Bounce am Wedge fast immer besser.

Ist viel Bounce grundsätzlich die bessere Wahl?

Nein, Bounce ist keine Qualitätsfrage, sondern eine Passform. Auf hartem, dünnem Sand oder festem Gras prallt ein Wedge mit viel Bounce ab, und der Ball wird dünn getroffen. Spielst du überwiegend auf festen Plätzen und schwingst flach durch den Ball, kommst du mit wenig Bounce besser zurecht — im Zweifel ist mittlerer Bounce die sichere Wahl.

Wo erkenne ich den Bounce-Wert meines Schlägers?

Die Angabe steht bei den meisten Wedges direkt auf dem Schlägerkopf, neben dem Loft in Grad. Dort siehst du dann etwa zwei Zahlen wie 56 und 12 — die erste ist der Loft, die zweite der Bounce. Beim Kauf lohnt der Blick auf beide Werte, weil sie zusammen bestimmen, wie sich der Schläger in deinem Boden verhält.