Cut
Der Cut ist die Qualifikationsgrenze in einem Zählspiel-Turnier, über die nur die besten Spieler in die verbleibenden Runden einziehen.
Der Cut trennt das Starterfeld nach einer festgelegten Anzahl von Runden, meist nach 36 Löchern bei einem 72-Loch-Turnier. Wer über der Cut-Linie liegt, scheidet aus und beendet das Turnier frühzeitig. Die Linie wird vorher definiert, etwa die besten 65 Spieler plus Gleichstehende oder alle Spieler innerhalb einer bestimmten Schlagdistanz zum Führenden. So bleibt das Feld für die Wochenendrunden klein und überschaubar. Das Gegenteil ist ein Turnier ohne Cut, an dem das komplette Feld alle vier Runden spielt.
In der Praxis liest du die Cut-Linie auf dem Leader Board. Beispiel: Nach zwei Runden liegst du bei insgesamt fünf über Par. Die Cut-Linie steht bei plus vier. Du verpasst den Cut um einen Schlag und bist am Wochenende Zuschauer. Profis kämpfen in der zweiten Runde oft verbissen um genau diese Grenze, weil der Cut auch über Preisgeld und Ranglistenpunkte entscheidet. „Den Cut schaffen" ist im Profigolf die erste Minimalvorgabe jeder Woche.
Typisches Missverständnis ist die Verwechslung mit dem Cut Schlag, einer spieltechnischen Flugkurve. Beide Begriffe teilen nur das Wort. Auch falsch: Der Cut ist im Club-Amateuralltag eher die Ausnahme. Die meisten Vereinsturniere im Zählspiel oder Stableford werden über 18 oder 36 Löcher ohne Ausscheiden gespielt. Dort zählt jede Runde bis zum Schluss, und niemand muss nach Hause fahren, bevor der letzte Putt gefallen ist.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich den Cut bei einem Turnier verpasse?
Dann scheidest du aus und beendest das Turnier vorzeitig, ohne die verbleibenden Runden zu spielen. Bei Profis entscheidet der Cut zugleich über Preisgeld und Ranglistenpunkte — wer ausscheidet, geht in der Regel leer aus. Deshalb ist „den Cut schaffen" im Profigolf die erste Minimalvorgabe jeder Woche.
Woran erkenne ich, ob ich den Cut geschafft habe?
Die Cut-Linie ist vorab definiert, etwa die besten 65 Spieler plus Gleichstehende, und du liest sie nach der entscheidenden Runde auf dem Leader Board ab. Liegt dein Score über der Linie, bist du raus. Ein Beispiel: Die Linie steht bei vier über Par, du hast fünf über — ein Schlag zu viel, und am Wochenende bist du Zuschauer.
Gibt es den Cut auch bei normalen Vereinsturnieren?
Meistens nicht. Die meisten Clubturniere im Zählspiel oder Stableford werden über 18 oder 36 Löcher ohne Ausscheiden gespielt, und jeder spielt bis zum Schluss. Der Cut ist vor allem ein Instrument großer Profigolf-Events, um das Feld für die Wochenendrunden klein zu halten.