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Dimple

Dimples sind die kleinen Dellen in der Oberfläche des Golfballs, die ihm Auftrieb und einen ruhigen Flug geben.

Die Dellen sind kein Design-Element, sondern die wichtigste Erfindung am Golfball überhaupt. Je nach Modell trägt ein Ball etwa 300 bis 500 Dimples. Sie sorgen dafür, dass die Luft in einer turbulenten Schicht am Ball haftet. Das senkt den Luftwiderstand und erzeugt Auftrieb, sobald der Ball mit Backspin unterwegs ist. Ein komplett glatter Ball würde bei gleichem Schlag nur rund halb so weit fliegen und instabil durch die Luft taumeln. Erst die Dellen machen den modernen Ballflug möglich — hoch, lang und gerade.

Für dich auf dem Platz bedeutet das: Verschiedene Ballmodelle nutzen verschiedene Dimple-Muster, und das beeinflusst die Flugkurve. Je nach Anordnung und Tiefe der Dellen fliegt ein Ball flacher oder höher. Ein Beispiel: Suchst du bei Wind einen penetrierenden, flachen Flug, greifst du zu einem Ball, der für eine niedrigere Trajectory gebaut ist. Beim Putten spielt das Muster praktisch keine Rolle, hier zählt nur die saubere Oberfläche. Ist ein Ball nach Bunker- oder Wegkontakt stark verkratzt, wirkt der Schaden wie zerstörte Dimples — dann gehört er aus dem Spiel.

Ein beliebter Mythos lautet: Mehr Dimples bedeuten automatisch einen besseren Ball. Das stimmt nicht. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Anzahl, Form, Tiefe und Anordnung der Dellen, das die Hersteller für jedes Modell separat abstimmen. Auch die Vorstellung, ein älterer Ball mit verblichenen Dimples fliege „weicher", ist Wunschdenken — abgenutzte Dellen kosten Distanz und Stabilität. Wer das weiß, tauscht den Ball rechtzeitig statt bis zur letzten Runde damit zu spielen.

Häufige Fragen

Wann sollte ich einen Golfball wegen beschädigter Dimples aussortieren?

Sobald du tiefe Kratzer oder abgeplatzte Stellen in der Schale siehst. Solche Schäden entstehen typischerweise nach Kontakt mit Wegen, Bäumen oder Bunkerkanten und wirken wie zerstörte Dellen: Der Ball fliegt kürzer und instabiler. Leichte Verfärbungen oder Marker-Striche sind dagegen rein kosmetisch und kosten keine Meter.

Fliegt ein Ball mit mehr Dimples automatisch weiter?

Nein, die reine Anzahl sagt wenig aus. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Anzahl, Form, Tiefe und Anordnung der Dellen, das der Hersteller pro Modell abstimmt. Ein Ball mit 350 gut abgestimmten Dimples kann weiter und stabiler fliegen als einer mit 450 beliebig gesetzten. Wichtiger als die Zahl ist, ob das Modell zu deiner Schwunggeschwindigkeit passt.

Merke ich den Unterschied der Dimple-Muster als Amateur überhaupt?

Beim vollen Schlag ja, beim Putten praktisch nicht. Verschiedene Muster verändern die Flugkurve — manche Bälle steigen höher, andere fliegen flacher und windstabiler. Auf dem Grün zählt nur die saubere Oberfläche, das Dimple-Muster hat dort keinen spürbaren Einfluss. Für den Einstieg reicht ein solider Allround-Ball, Feintuning lohnt sich erst bei stabilem Schwung.

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