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EDS

EDS steht für Extra Day Score — eine vorgabewirksame Runde, die du außerhalb eines Turniers spielst.

Der EDS war im deutschen Vorgabensystem der Weg, das Handicap auch ohne Wettspiel zu pflegen. Du meldest die Runde vor dem ersten Abschlag im Sekretariat oder über die App an, spielst mit einem Zähler nach den Regeln und gibst die Karte danach ab. Die Runde wird wie eine Turnierrunde gewertet und kann deine Vorgabe verbessern oder verschlechtern. Seit der Umstellung auf das World Handicap System heißt das Verfahren in Deutschland „registrierte Privatrunde", der Begriff EDS ist aber auf vielen Plätzen und unter Spielern weiterhin geläufig.

In der Praxis läuft es so: Du hast frei, keine Turniertermine passen, aber du willst an deiner Vorgabe arbeiten. Du meldest eine registrierte Runde an, suchst dir einen Mitspieler als Zähler und spielst 18 Löcher nach Stableford oder Zählspiel, je nach Vorgabe der Anlage. Die Runde fließt in die Berechnung deines Handicap-Index ein. Wichtig ist die Anmeldung vor dem ersten Schlag — eine nachträglich als vorgabewirksam erklärte Runde gibt es nicht.

Typischer Fehler ist das Spielen ohne ernsthafte Regeltreue. Weil kein Starter und kein Wettbewerb drumherum steht, neigen manche zu Gimmies und Nachschlägen — genau das macht die Runde ungültig und verfälscht die Vorgabe. Der EDS lebt von der gleichen Ehrlichkeit wie der provisorische Ball im Turnier. Wer die Runde ernst nimmt, bekommt ein realistisches Bild seines Spielstands, ohne auf den nächsten Monatsbecher warten zu müssen.

Häufige Fragen

Wie melde ich eine EDS-Runde richtig an?

Du meldest die Runde vor dem ersten Abschlag im Sekretariat oder über die App deines Clubs an und legst einen Zähler fest, der deine Karte führt. Erst nach der Anmeldung darf der erste Schlag gespielt werden. Nach der Runde gibst du die unterschriebene Karte ab, und das Ergebnis fließt in deinen Handicap-Index ein.

Kann ich eine Runde nachträglich als EDS werten lassen?

Nein, das geht nicht. Die Anmeldung muss zwingend vor dem ersten Schlag erfolgen, sonst ist die Runde eine ganz normale Privatrunde ohne Wirkung auf die Vorgabe. Diese Regel schützt vor Rosinenpickerei, bei der nur gute Runden nachträglich eingereicht würden.

Wie heißt die EDS-Runde heute offiziell?

Seit der Umstellung auf das World Handicap System heißt das Verfahren in Deutschland registrierte Privatrunde. Der Ablauf ist praktisch gleich geblieben: anmelden, mit Zähler spielen, Karte abgeben. Der alte Begriff EDS ist auf vielen Plätzen aber weiterhin im Umlauf, also nicht wundern, wenn dein Sekretariat beides versteht.