Explosionsschlag
Der Explosionsschlag ist der Schlag aus dem Sandbunker, bei dem du den Sand unter dem Ball triffst und ihn so aus der Lage „explodieren" lässt.
Beim Explosionsschlag triffst du den Ball nicht direkt, sondern den Sand zwei bis fünf Zentimeter hinter ihm. Der Ball reitet auf einer Sandsäule aus dem Bunker, herausgeschleudert durch die Geschwindigkeit der Schlagfläche. Das macht ihn zum einzigen Schlag im Golf, bei dem der Kontakt zum Ball unerwünscht ist. Gespielt wird er mit dem Sand Wedge, dessen breite Sohle und hoher Bounce verhindern, dass der Schläger im Sand versinkt. Je tiefer der Ball liegt, desto mehr Schwung brauchst du, denn der Sand bremst massiv.
In der Praxis gilt ein einfaches Rezept: Stellung breit, Ball weit vorne, Knie eingegraben für einen stabilen Stand. Du zielst mit der offenen Schlagfläche auf einen Punkt hinter dem Ball und schwingst voll durch, ohne abzubremsen. Beispiel: Dein Ball liegt mittig im Bunker zwanzig Meter vor dem Grün. Du öffnest das Blatt, gräbst die Füße ein und schlägst kräftig in den Sand hinter dem Ball. Der Ball steigt hoch, landet weich und bleibt durch den mitgegebenen Backspin nahezu liegen. Danach zählt der Sand Save, wenn du das Loch mit Putt rettest.
Der häufigste Fehler ist die Angst vor dem Sand. Wer den Schwung verkürzt oder den Ball direkt treffen will, lässt den Ball im Bunker oder knallt ihn über das Grün. Vertraue dem Sand: Je fester du hinter dem Ball eintauchst, desto weicher das Ergebnis. Bedenke auch, dass du den Sand vor dem Schlag nicht mit dem Schläger berühren darfst — das Ansprechen im Bunker ist regelwidrig und kostet Strafschläge.
Häufige Fragen
Warum soll ich beim Bunkerschlag den Ball gar nicht treffen?
Weil der Explosionsschlag über den Sand funktioniert: Du triffst zwei bis fünf Zentimeter hinter dem Ball in den Sand, und die Sandsäule hebt den Ball aus dem Bunker. Triffst du den Ball direkt, fliegt er flach und viel zu weit — meist über das Grün hinaus. Es ist der einzige Schlag im Golf, bei dem der Kontakt zum Ball unerwünscht ist.
Warum bleibt mein Ball trotz Explosionsschlag im Bunker liegen?
Der häufigste Grund ist ein verkürzter Schwung aus Angst vor dem Sand. Der Sand bremst massiv, deshalb brauchst du einen vollen, durchschwingenden Schwung, ohne im Treffmoment abzubremsen. Grabe die Füße für einen stabilen Stand ein, öffne die Schlagfläche deines Wedges und vertraue darauf, dass der Sand die Arbeit macht.
Darf ich den Sand im Bunker vor dem Schlag testen?
Nein, vor dem Schlag darfst du den Sand mit dem Schläger weder berühren noch testen — das gilt als unerlaubtes Prüfen der Lage und kostet Strafschläge. Auch das Einsetzen des Schlägers direkt hinter dem Ball ist tabu. Erlaubt ist lediglich, den Stand festzustampfen und lose hinderliche Naturstoffe wie Blätter zu entfernen.