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Fade

Der Fade ist eine bewusst gespielte Flugkurve, bei der der Ball für einen Rechtshänder leicht von links nach rechts biegt.

Der Fade ist der kleine, kontrollierte Bruder des Slice. Beide Kurven laufen nach rechts, der Unterschied liegt in Absicht und Maß. Der Fade biegt nur wenige Meter und landet planbar, der Slice reißt unkontrolliert ins Rough. Technisch entsteht der Fade durch eine Schlagfläche, die im Treffmoment minimal offen zur Schwungbahn steht. Der Ball bekommt seitlichen Drall, fliegt oft etwas höher und kürzer als der gerade Schlag und rollt nach der Landung weniger. Das Gegenstück ist der Draw, der von rechts nach links zieht.

Auf dem Platz ist der Fade ein Werkzeug, kein Makel. Beispiel: Die Fahne steckt rechts hinter einem Bunker, links ist Platz. Du zielst mit den Füßen links der Fahne, richtest die Schlagfläche aufs Ziel und schwingst entlang der Fußlinie. Der Ball startet links, biegt sanft nach rechts und landet sicher neben der Fahne. Viele Profis spielen den Drive grundsätzlich als Fade, weil die Kurve leichter zu wiederholen ist und der Ball auf dem Fairway weich aufkommt. Zu den typischen Flugkurven gehört er als Standardwerkzeug.

Typisches Missverständnis: Ein Fade gilt vielen als Schwäche, weil er wie ein Anfängerfehler aussieht. Das Gegenteil stimmt — wer den Fade bewusst steuern kann, hat mehr Optionen als der Spieler mit nur einer Kurve. Gefährlich wird es erst, wenn der Fade in den Slice kippt. Erkennbar daran, dass der Ball deutlich an Länge verliert und die Kurve immer größer wird. Dann hilft der Check von Griff und Schlagflächenstellung statt mehr Schwungkraft.

Häufige Fragen

Ist ein Fade nicht einfach ein schwacher Slice?

Nein, der Unterschied liegt in Absicht und Maß. Der Fade biegt nur wenige Meter nach rechts und landet planbar, der Slice reißt unkontrolliert ins Rough und kostet viel Länge. Kippt dein Fade allerdings in einen Slice — erkennbar an immer größerer Kurve und deutlichem Längenverlust — hilft der Check von Griff und Schlagfläche statt mehr Schwungkraft.

Wann lohnt es sich, bewusst einen Fade zu spielen?

Immer dann, wenn die Fahne rechts hinter einem Hindernis steckt oder die Bahn nach rechts abfällt. Du zielst mit den Füßen links vom Ziel, richtest die Schlagfläche auf die Fahne und lässt den Ball sanft nach rechts einbiegen. Viele Profis spielen den Drive grundsätzlich als Fade, weil die Kurve leichter zu wiederholen ist und der Ball weich aufkommt.

Wie übe ich den Fade auf der Driving Range?

Beginne mit einem kurzen Eisen, nicht mit dem Driver. Stell Füße und Schulterlinie leicht links vom Ziel auf, halte die Schlagfläche im Treffmoment minimal offen zur Schwungbahn und schwinge entlang der Fußlinie. Sobald die kleine Kurve mit dem Eisen verlässlich kommt, überträgst du das Gefühl Schläger für Schläger nach oben.

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