Gap Wedge
Das Gap Wedge ist ein Wedge, das die Distanzlücke zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge schließt.
Das Gap Wedge entstand aus einem praktischen Problem. Moderne Eisen-Sätze haben immer stärkere Lofts, das Pitching Wedge flog dadurch weiter, das Sand Wedge blieb gleich. Zwischen beiden entstand eine Lücke von oft 20 Metern und mehr. Das Gap Wedge, auch Approach Wedge oder Attack Wedge genannt, schließt genau diese Lücke. Sein Loft liegt meist zwischen 50 und 54 Grad, also zwischen den etwa 46 Grad des Pitching Wedge und den 56 Grad des klassischen Sand Wedge. Im Bag vieler Golfer trägt es die Kennung „G", „A" oder „52".
Auf dem Platz ist das Gap Wedge der Schläger für Distanzen zwischen 80 und 110 Metern, je nach Schwungstärke. Beispiel: Dein Ball liegt 95 Meter vor der Fahne, das Grün ist vorn durch einen Bunker geschützt. Mit dem Pitching Wedge müsstest du weich schwingen, mit dem Sand Wedge voll durchziehen, beides ungenau. Das Gap Wedge trifft die Distanz mit normalem Schwung und genug Höhe, um den Ball weich landen zu lassen. Es eignet sich zudem für lange Chips vom Vorgrün und für Pitches aus dem leichten Rough.
Typischer Fehler ist der Versuch, das Gap Wedge mit demselben vollen Schwung zu spielen wie die Eisen. Die hohe Schlagflächenneigung erzeugt viel Backspin, volle Schwünge lassen den Ball oft zu hoch steigen und unberechenbar zurückdrehen. Besser sind kontrollierte Dreiviertel-Schwünge mit ruhigem Rhythmus. Wer die genauen Distanzen seiner Wedges nicht kennt, sollte sie auf der Driving Range einmal systematisch ausmessen — im kurzen Spiel entscheiden zehn Meter über Pars und Bogeys.
Häufige Fragen
Für welche Distanzen nutze ich das Gap Wedge?
Das Gap Wedge ist der Schläger für Distanzen zwischen etwa 80 und 110 Metern, je nach Schwungstärke. Es schließt die Lücke zwischen Pitching Wedge und Sand Wedge, die bei modernen Eisensätzen oft 20 Meter und mehr beträgt. Mit normalem Schwung triffst du die Distanz genauer, als wenn du einen anderen Schläger weich spielen oder voll durchziehen musst.
Warum dreht mein Ball mit dem Gap Wedge so stark zurück?
Die hohe Schlagflächenneigung erzeugt viel Backspin — volle Schwünge lassen den Ball oft zu hoch steigen und unberechenbar zurückdrehen. Besser sind kontrollierte Dreiviertel-Schwünge mit ruhigem Rhythmus. So landet der Ball weich, aber planbar.
Wie finde ich die genauen Distanzen meiner Wedges heraus?
Miss sie einmal systematisch auf der Driving Range aus — schlage mit jedem Wedge mehrere Bälle mit Voll- und Dreiviertel-Schwung und notiere die Tragweiten. Gerade im kurzen Spiel entscheiden zehn Meter über Pars und Bogeys. Wer seine Zahlen kennt, wählt auf dem Platz nicht mehr nach Gefühl.