Matchplay
Matchplay ist der englische Begriff für Lochspiel.
Der Begriff hat sich auch im deutschen Sprachgebrauch fest etabliert. In Clubaushängen, Turnierlisten und Fernsehübertragungen liest du meist Matchplay, seltener Lochspiel. Gemeint ist dasselbe: Zwei Parteien spielen Loch für Loch gegeneinander, statt Schläge über die ganze Runde zu addieren. Bekannt ist das Format vor allem durch den Ryder Cup und den Solheim Cup. Dort treten europäische und amerikanische Teams in verschiedenen Matchplay-Varianten an. Auch der Presidents Cup und viele Amateurmeisterschaften nutzen dieses System.
Innerhalb des Matchplay gibt es mehrere Spielarten. Beim Single spielt einer gegen einen. Beim Foursome schlagen zwei Partner abwechselnd denselben Ball. Beim Fourball spielt jeder seinen eigenen Ball, das bessere Ergebnis des Paares zählt für das Loch. Ein Beispiel aus dem Fourball: Dein Partner liegt im Bunker, du auf dem Grün. Er kann frei attackieren, weil dein sicheres Par das Loch absichert. Diese Arbeitsteilung macht Teamformate taktisch reizvoll.
Ergebnisse werden anders notiert als im Zählspiel. „2 & 1" bedeutet zwei Löcher Vorsprung bei einem verbleibenden Loch. „1 auf" heißt Sieg am 18. Loch. Steht es danach gleich, wird bei K.-o.-Turnieren im Stechen weitergespielt. Netto-Matchplay funktioniert über Vorgabenschläge, die auf einzelne Löcher verteilt werden. Der Unterschied zwischen Brutto und Netto bleibt dabei wichtig. Weitere Antworten zu Turnierformaten findest du in den häufigen Fragen.
Häufige Fragen
Wo begegnet mir Matchplay im Cluballtag?
Vor allem bei Clubmeisterschaften mit K.-o.-Phase, bei Mannschafts-Wettspielen und in den meisten Turnierlisten als „Lochspiel". Auch Netto-Matchplay ist üblich: Die Vorgabenschläge aus deinem Handicap werden auf einzelne Löcher verteilt, sodass du auch gegen stärkere Spieler echte Chancen hast. Schau in den Aushang deines Clubs — dort steht fast immer Matchplay statt Lochspiel.
Was bedeutet das Ergebnis „2 & 1" auf der Anzeigetafel?
Es bedeutet: zwei Löcher Vorsprung bei nur noch einem verbleibenden Loch — das Match ist vorzeitig entschieden. „1 auf" heißt dagegen Sieg erst am 18. Loch. Diese Schreibweise liest du bei allen Matchplay-Turnieren, vom Clubwettbewerb bis zum Ryder Cup.
Worin unterscheiden sich Foursome und Fourball im Matchplay?
Beim Foursome schlagen zwei Partner abwechselnd denselben Ball, beim Fourball spielt jeder seinen eigenen Ball und das bessere Ergebnis des Paares zählt. Im Fourball kann dein Partner deshalb frei attackieren, wenn du das Loch mit einem sicheren Par absicherst. Diese Arbeitsteilung macht die Teamformate taktisch besonders reizvoll.