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Nap

Nap bezeichnet die Wuchsrichtung des Grases auf dem Grün, die den puttenden Ball beschleunigen, bremsen oder zur Seite ziehen kann.

Der Nap entsteht, weil Grashalme nicht senkrecht stehen, sondern in eine Vorzugsrichtung liegen, meist zur Sonne oder zum Wasser hin. Puttest du mit der Wuchsrichtung, läuft der Ball schneller und bricht weniger. Puttest du dagegen, bremst das Gras den Ball und der Putt wird langsamer. Quer zur Richtung kann der Ball zusätzlich abgelenkt werden. Auf heimischen Gräsern in Deutschland ist der Nap meist schwach ausgeprägt. Auf Plätzen mit Bermudagras in warmen Regionen ist er dagegen ein ernst zu nehmender Faktor beim Lesen des Grüns.

Erkennen kannst du den Nap am Aussehen des Grüns. Wirkt die Fläche aus deiner Blickrichtung glänzend und hell, liegen die Halme von dir weg, du puttest mit dem Nap. Wirkt sie matt und dunkel, stehen die Halme zu dir, du puttest dagegen. Ein Beispiel: Dein Ball liegt auf einem Urlaubsplatz fünf Meter von der Fahne, das Grün sieht dunkel aus. Du gibst dem Putt deutlich mehr Speed als gewohnt und berücksichtigst das Break großzügiger, weil das Gras den Ball zusätzlich hält. Nach ein, zwei Löchern hast du ein Gefühl für die Wirkung entwickelt.

Ein häufiges Missverständnis ist die Verwechslung mit dem Break durch das Gefälle. Nap und Hangneigung sind zwei verschiedene Einflüsse, die sich addieren oder aufheben können. Auf den meisten deutschen Grüns dominiert klar das Gefälle, der Nap spielt nur bei bestimmten Gräsern und Jahreszeiten eine spürbare Rolle. Wer zu Hause auf jede kaum sichtbare Grasrichtung achtet, verkompliziert das Putten ohne Gewinn. Auf Reisen in südliche Golfregionen lohnt sich die Aufmerksamkeit dagegen sofort.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich die Wuchsrichtung des Grases auf dem Grün?

Schau dir das Grün aus Ballrichtung an: Wirkt es glänzend und hell, liegen die Halme von dir weg und du puttest mit dem Nap. Wirkt es matt und dunkel, stehen die Halme zu dir und du puttest dagegen. Nach ein, zwei Löchern hast du ein Gefühl dafür, wie stark der Effekt auf diesem Platz ist.

Muss ich den Nap auf deutschen Plätzen beachten?

Meist nicht in dem Maß, wie du vielleicht denkst. Auf den heimischen Gräsern dominiert klar das Gefälle beim Break, und der Nap spielt nur bei bestimmten Grasarten und Jahreszeiten eine spürbare Rolle. Wer zu Hause jede kaum sichtbare Grasrichtung analysiert, verkompliziert das Lesen des Grüns ohne echten Gewinn.

Wie putte ich gegen die Wuchsrichtung richtig?

Gib dem Putt deutlich mehr Speed als gewohnt, weil das Gras den Ball bremst. Berücksichtige außerdem das Break großzügiger, denn der langsamere Ball hat mehr Zeit, abzudriften. Auf Urlaubsplätzen mit starkem Nap lohnt es sich, die ersten Löcher bewusst als Eingewöhnung zu nutzen, bevor du an wichtigen Putts misst.

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