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Putt

Der Putt ist der Schlag auf dem Grün, bei dem der Ball rollt statt fliegt.

Der Putt ist der häufigste Schlag im Golf: Rund 40 Prozent aller Schläge einer Runde fallen auf das Grün. Gespielt wird mit dem Putter, der den Ball kontrolliert rollen lässt. Zwei Putts pro Loch gelten als Standard und sind bereits in das Par eingerechnet. Wer regelmäßig drei Putts braucht, verschenkt pro Runde viele Schläge. Das Putten entscheidet mehr Runden als der längste Drive.

Die Kunst liegt im Lesen des Grüns: Neigung, Korn und Geschwindigkeit bestimmen die Linie. Ein Beispiel: Dein Ball liegt fünf Meter von der Flagge, das Grün fällt von rechts nach links. Du zielst rechts neben das Loch und lässt den Ball die Neigung nehmen. Kurze Putts bis einen Meter solltest du konsequent einlochen, dafür hilft eine feste Routine. Markiere deinen Ball, lies die Linie, zwei Probeschwünge, dann spielen.

Typischer Fehler ist das Zögern über dem Ball und das Heben des Kopfes im Treffmoment. Halte den Blick auf die Stelle, wo der Ball lag, bis der Klang das Loch verrät. Seit 2019 darfst du mit steckender Flagge putten, das spart Zeit und kann schnelle Putts abfedern. Weitere Verhaltensregeln auf dem Grün stehen in den häufigen Fragen. Üben kannst du auf dem Putting-Grün jeder Anlage, kostenlos und ohne Startzeit.

Häufige Fragen

Wie viele Putts pro Runde sind für mich als Amateur ein gutes Ziel?

Zwei Putts pro Loch gelten als Standard und sind in jedem Par bereits einkalkuliert, also 36 Putts auf 18 Löcher. Für die meisten Amateure ist alles unter 36 Putts eine starke Runde, alles deutlich darüber ein klares Trainingsfeld. Weil der Putt rund 40 Prozent aller Schläge ausmacht, findest du hier schneller Schläge als am Abschlag.

Darf ich mit steckender Flagge putten?

Ja, seit der Regeländerung 2019 ist das ausdrücklich erlaubt, früher gab es dafür Strafschläge. Du darfst die Flagge also drinlassen, halb herausgelegt oder ganz entfernt haben — ganz wie du willst. Viele lassen sie bei langen Putts stecken, weil das Zeit spart und schnelle Bälle am Loch abfedern kann.

Was mache ich, wenn mein erster Putt weit vorbeigeht?

Dann zählt nur noch die Distanzkontrolle: Ziel des zweiten Putts ist ein Rest aus unter einem Meter, den du sicher einlochst. Dieses Zwei-Putt-Muster — erster Putt nah ran, zweiter rein — trennt solide Runden von Frust-Runden. Übe auf dem Putting-Grün gezielt lange Putts, bei denen es nicht ums Lochen geht, sondern um eine sichere Restlänge.