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Putten

Putten ist das Rollen des Balls auf dem Grün in Richtung Loch — der Schlag mit dem Putter, der die Runde entscheidet.

Das Putten macht rund 40 Prozent aller Schläge einer Golfrunde aus. Zwei Putts pro Loch gelten als Standard, deshalb steckt in der Annahme „Par" immer schon ein Zweiputt drin. Gespielt wird ausschließlich mit dem Putter, einem Schläger mit fast senkrechter Schlagfläche, der den Ball nicht fliegen, sondern rollen lässt. Technisch zählt Putten zum kurzen Spiel, mental ist es eine eigene Disziplin: Der Schwung ist klein, aber die Nerven sind es nicht. Wer seine Schlagzahl senken will, findet die schnellsten Punkte fast immer auf dem Grün, nicht am Abschlag.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Dein Ball liegt sechs Meter von der Fahne, das Grün fällt leicht von rechts nach links ab. Beim Lesen des Grüns gehst du hinter den Ball, schätzt die Neigung und legst die Startlinie eine Ballbreite rechts vom Loch. Der Putt rollt auf dieser Linie los, nimmt das Gefälle mit und fällt mittig. Gelingt er nicht, zählt vor allem die Distanzkontrolle: Der zweite Putt soll aus unter einem Meter kommen. Genau dieses Zwei-Putt-Muster trennt solide Runden von Frust-Runden.

Der klassische Fehler ist zu viel Handgelenk. Beim Putten arbeiten Schultern und Arme als Einheit, die Handgelenke bleiben ruhig — wer kippt, verliert Linie und Tempo. Ebenso verbreitet: das Verkürzen des Durchschwungs aus Angst vor dem Loch, wodurch der Ball ständig zu kurz bleibt. Und dann gibt es die Yips, das unwillkürliche Zucken beim kurzen Putt, vor dem selbst Profis nicht gefeit sind. Gegen all das hilft eine feste Routine: gleiche Abläufe, gleicher Atem, gleicher Blick — bei jedem Putt.

Häufige Fragen

Wie viel Trainingszeit sollte ich ins Putten stecken?

Deutlich mehr, als die meisten tun: Wenn rund 40 Prozent deiner Schläge Putts sind, sollte ein ähnlicher Anteil deiner Übungszeit aufs Grün gehören. Statt einer weiteren Stunde Driver auf der Range bringen dir dreißig Minuten kurze Putts messbar mehr. Das Putting-Grün der Anlage kannst du dafür meist kostenlos und ohne Startzeit nutzen.

Was ist der häufigste technische Fehler beim Putten?

Zu viel Handgelenk. Beim sauberen Putt arbeiten Schultern und Arme als eine Einheit, die Handgelenke bleiben ruhig — wer kippt, verliert Linie und Tempo zugleich. Ebenso verbreitet ist der verkürzte Durchschwung aus Angst vor dem Loch, wodurch der Ball ständig zu kurz bleibt. Eine feste Routine mit gleichem Ablauf bei jedem Putt hilft gegen beides.

Was sind die Yips und was kann ich dagegen tun?

Die Yips sind ein unwillkürliches Zucken in den Händen beim kurzen Putt, vor dem selbst Profis nicht gefeit sind. Dagegen helfen ein veränderter Griff, ein anderer Putter-Typ oder bewusste Routine-Änderungen, die den Schlag neu „verkabeln". Wichtig ist zu wissen: Es ist ein bekanntes Phänomen und keine persönliche Schwäche, und es lässt sich in den Griff bekommen.