Putting Green
Das Putting Green ist die Übungsfläche mit Löchern, auf der du vor und nach der Runde dein Putten trainierst.
Fast jede Golfanlage betreibt ein Putting Green, meist in der Nähe des Clubhauses und des ersten Abschlags. Es ist wie die Spiel-Grüns gepflegt, oft sogar mit demselben Gras und derselben Schnitthöhe, damit sich das Rollverhalten überträgt. Viele Anlagen ergänzen es um eine Chipping Area für kurze Annäherungen und manchmal einen Übungsbunker. Das Putting Green gehört zur Basis-Ausstattung — seine Qualität sagt viel über den Pflegezustand der ganzen Anlage. Anders als auf dem Spiel-Grün darfst du hier beliebig viele Bälle legen und in Ruhe üben.
In der Praxis hat das Putting Green vor der Runde eine klare Aufgabe: Du stimmst dich auf die Geschwindigkeit der Grüns ein. Ein Beispiel: Zehn Minuten vor deiner Startzeit rollst du Putts aus drei, sechs und zehn Metern, nicht um sie zu lochen, sondern um das Tempo zu fühlen. Nach Regen rollen die Bälle langsamer, bei trockener Hitze deutlich schneller. Wer das ignoriert, lässt die ersten drei Löcher der Runde als Lehrgeld zurück. Auch das Einspielen der eigenen Routine gehört hierher: ein paar kurze Putts einlochen, um mit einem Erfolgsgefühl an die Eins zu gehen.
Typische Fehler sind Etikette-Fragen. Das Putting Green ist kein Privatgelände: Wer mit fünfzehn Bällen drei Löcher blockiert, ärgert alle anderen. Üblich sind zwei bis drei Bälle und Rücksicht auf Wartende. Ebenso unbeliebt: das Hinterlassen von Pitchmarken durch hoch gespielte Übungsbälle. Wichtig ist außerdem die Regel-Abgrenzung: Auf dem Putting Green zu üben ist jederzeit erlaubt, auf dem Platz selbst zwischen den Löchern dagegen nicht — dort gilt das Spiel-Grün als Teil der laufenden Runde.
Häufige Fragen
Wie nutze ich das Putting Green am sinnvollsten vor der Runde?
Putte zehn Minuten vor der Startzeit aus drei, sechs und zehn Metern, nicht um zu lochen, sondern um das Tempo der Grüns zu fühlen. Nach Regen rollen die Bälle langsamer, bei Hitze schneller — wer das einstimmt, verschenkt die ersten Löcher nicht. Zum Schluss ein paar kurze Putts einlochen, damit du mit einem Erfolgsgefühl an die Eins gehst.
Wie viele Bälle darf ich auf dem Putting Green benutzen?
Üblich sind zwei bis drei Bälle, mehr blockiert die Löcher für andere. Das Putting Green ist Gemeinschaftsfläche, also räume hinter dir auf und lass Wartende mittrainieren. Und spiele keine hohen Bälle aufs Übungsgrün — die Pitchmarke gehört ausgebessert.
Darf ich während der Runde auf dem Putting Green üben?
Ja, das Übungsgrün ist jederzeit erlaubt, auch zwischen den Löchern. Verboten ist dagegen das Üben auf dem Platz selbst, etwa Probeläufe am Spiel-Grün, das du gerade verlassen hast. Wer das missachtet, riskiert einen Strafschlag.