Vorgruen
Das Vorgrün ist der eng geschnittene Streifen direkt um das Grün, zwischen dem Fairway und der eigentlichen Putting-Fläche.
Das Vorgrün, englisch Apron oder Fringe, gehört regeltechnisch nicht zum Grün. Es ist kürzer gemäht als das Fairway, aber länger als das Grün, und dient als Übergangszone. Diese Unterscheidung ist wichtiger, als sie klingt. Liegt dein Ball auf dem Vorgrün, darfst du ihn nicht aufnehmen, markieren oder reinigen. Diese Erleichterungen gelten nur auf dem Grün selbst, also innerhalb der kürzesten Schnittkante rund um das Loch.
Spielpraktisch ist das Vorgrün eine komfortable Lage. Ein Beispiel: Dein Approach bleibt zwei Meter vor der Kante liegen, zwischen dir und der Fahne liegt nur kurzes Gras. Du hast drei sinnvolle Optionen. Der Putter vom Vorgrün, im englischen Sprachraum Texas Wedge genannt, ist die sicherste Wahl, weil der Ball nicht erst hoch fliegen muss. Alternativ spielst du einen kontrollierten Chip, der einmal auf das Grün springt und ans Loch rollt. Wer mutig ist, nimmt das Wedge und spielt den Ball direkt nah an die Fahne.
Typische Fehler entstehen aus falscher Regelkenntnis oder falscher Risikobewertung. Wer den Ball auf dem Vorgrün markiert und sauber macht, zieht sich einen Strafschlag zu. Und wer aus Gewohnheit immer das Wedge nimmt, produziert aus guter Lage unnötige Fetts und Dünns. Die Faustregel lautet: Je kürzer das Gras und je freier die Linie, desto eher der Putter. Das Lesen der Puttlinie beginnt dabei schon auf dem Vorgrün, nicht erst auf dem Grün.
Häufige Fragen
Welcher Schlag ist vom Vorgrün die sicherste Wahl?
Liegt dein Ball auf kurzem, glattem Gras mit freier Linie zum Loch, ist der Putter die sicherste Option — im englischen Sprachraum Texas Wedge genannt. Der Ball rollt, statt erst hoch fliegen zu müssen, und das Risiko für Fetts und Dünns sinkt. Erst bei unruhigem Gras oder Hindernissen in der Linie lohnt der Chip oder das Wedge.
Darfst du deinen Ball auf dem Vorgrün aufnehmen und sauber machen?
Nein, denn das Vorgrün gehört regeltechnisch nicht zum Grün. Markieren, Aufnehmen und Reinigen sind nur innerhalb der kürzesten Schnittkante rund um das Loch erlaubt. Wer den Ball auf dem Vorgrün trotzdem markiert und sauber macht, zieht sich einen Strafschlag zu.
Warum spielen manche Golfer vom Vorgrün trotz guter Lage schlechte Schläge?
Der typische Fehler ist die automatische Wahl des Wedge aus Gewohnheit, obwohl der Putter oder Chip die bessere Option wäre. Wer aus guter Lage hoch spielt, erzeugt unnötige Fehlerquellen. Die Faustregel lautet: Je kürzer das Gras und je freier die Linie, desto flacher der Schlag.