Wood
Ein Wood ist die englische Bezeichnung für den Holz-Schläger — die langen Schläger für maximale Distanz.
Der Wood ist der Klassiker unter den Schlägern und hat seinen Namen aus der Zeit, als die Köpfe wirklich aus Holz gefertigt waren, meist aus hartem Persimmon. Heute bestehen die Köpfe aus Titan oder Stahl, der Name ist geblieben. Im Bag zählt der Driver als Holz 1, danach folgen die Fairwayhölzer mit den Nummern 3, 5 und manchmal 7. Mit wenig Loft und langem Schaft sind sie für die größten Weiten gebaut: vom Abschlag oder für den weiten zweiten Schlag auf langen Bahnen.
In der Praxis brauchst du den Wood vor allem in zwei Situationen. Ein Beispiel: Par 5, dein Drive liegt gut, aber es fehlen noch 210 Meter zum Grün. Das Holz 3 oder 5 vom Fairway bringt dich in Reichweite. Zweite Situation: enge, kurze Par 4 mit Aus rechts und Bunker links. Vom Abschlag ist das Holz 5 die sichere Alternative zum Driver, weil es kürzer und leichter zu kontrollieren ist. Der ruhige, gefegte Kontakt zählt hier mehr als Kraft.
Der häufigste Fehler ist der Versuch, den Wood aus schlechten Lagen zu zwingen. Aus tiefem Rough oder aus dem Divot ist der lange Schaft mit dem flachen Gesicht kaum zu kontrollieren, das Ergebnis ist meist ein Top oder ein Aussetzer. Viele Amateure spielen heute statt der langen Hölzer ein Hybrid, weil der kompaktere Kopf deutlich fehlerverzeihender ist. Wer den Wood beherrscht, hat aber auf langen Bahnen die effektivste Waffe im Bag.
Häufige Fragen
Wann spiele ich vom Abschlag besser ein Fairwayholz statt den Driver?
Immer dann, wenn Kontrolle wichtiger ist als maximale Weite: bei engen Bahnen, Aus an einer Seite oder kurzen Par 4. Das Holz 5 fliegt zwar kürzer, landet aber deutlich öfter auf dem Fairway. Der Driver lohnt sich erst, wenn der Platz Breite hergibt.
Kann ich das Holz aus dem Rough spielen?
Aus kurzem, flachem Rough geht es, aus tiefem Gras oder einem Divot ist der lange Schaft mit dem flachen Gesicht kaum zu kontrollieren. Das Ergebnis ist dann meist ein getoppter Ball oder ein Aussetzer. In solchen Lagen ist das kompaktere Hybrid die sichere Wahl.
Warum heißt der Wood noch Wood, obwohl kein Holz mehr drin ist?
Der Name stammt aus der Zeit, als die Schlägerköpfe tatsächlich aus Holz gefertigt waren, meist aus hartem Persimmon. Heute bestehen die Köpfe aus Titan oder Stahl, die Tradition ist aber geblieben. Auch die Nummerierung wie Holz 1, 3 und 5 kommt aus dieser Epoche.