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Amateur

Ein Amateur ist ein Golfer, der den Sport ohne Gewinnabsicht betreibt und sich an die Amateurregeln hält.

Der Amateurstatus ist im Golf rechtlich geregelt, nicht nur eine Selbsteinschätzung. Die Amateurregeln von R&A und USGA legen fest, was ein Golfer annehmen darf, ohne seinen Status zu verlieren. Preisgelder bei Turnieren sind für Amateure tabu, Sachpreise nur bis zu bestimmten Grenzen erlaubt. Wer als Pro spielt, gegen Geld unterrichtet oder Preisgeld annimmt, verliert den Amateurstatus. Eine Rückkehr in den Amateurstatus ist möglich, braucht aber eine Wartefrist und einen Antrag.

Für dich als Spieler bedeutet der Status den Zugang zu fast allen Wettspielen. Ein Beispiel: Du meldest dich zum Monatsbecher deines Clubs an, spielst mit deinem Handicap und gewinnst einen Pokal oder einen Gutschein. Das ist unproblematisch, solange die Preisgrenzen eingehalten werden. Vereinsmeisterschaften, Club Meisterschaft genannt, und offene Wettspiele sind Amateur-Veranstaltungen. Die überwältigende Mehrheit aller Golfer weltweit spielt als Amateur, vom Platzreife-Neuling bis zum Scratch-Spieler.

Typisches Missverständnis: Amateur heißt nicht Anfänger. Es gibt Amateure mit einem Handicap von unter null, die auf höchstem Niveau spielen, etwa bei nationalen Meisterschaften. Umgekehrt ist nicht jeder Pro ein Tour-Profi: Die meisten Pros sind Teaching Pros, also Trainer, die vom Unterrichten leben. Die Trennlinie ist also nicht das Können, sondern die Geldfrage.

Häufige Fragen

Darf ich als Amateur überhaupt etwas bei Turnieren gewinnen?

Ja, Sachpreise und Gutscheine sind bis zu bestimmten Wertgrenzen erlaubt, nur Preisgelder sind tabu. Pokale, Warengutscheine oder Preise wie Golftaschen und Schläger sind bei Clubturnieren völlig unproblematisch. Die genauen Grenzen regeln die Amateurregeln von R&A und USGA.

Kann ich den Amateurstatus verlieren, wenn ich Freunden gegen Geld Golf beibringe?

Ja, Unterrichten gegen Bezahlung kostet den Amateurstatus — dafür braucht es den Status als Teaching Pro. Auch das Annehmen von Preisgeld führt zum Verlust. Eine Rückkehr in den Amateurstatus ist möglich, erfordert aber einen Antrag und eine Wartefrist.

Brauche ich als Amateur ein Handicap für Clubturniere?

Für die meisten Wettspiele ja, denn das Handicap sorgt für faire Vergleichbarkeit zwischen starken und schwächeren Spielern. In Deutschland gilt meist eine Spielvorgabe als Teilnahmevoraussetzung, einzelne Turniere haben zusätzliche Hürden wie Vorgabengrenzen. Die Platzreife ist dagegen nur die Eintrittskarte auf den Platz, noch keine Turnier-Vorgabe.