Pro
Ein Pro ist ein Golflehrer oder Berufsspieler, der seinen Lebensunterhalt mit Golf verdient.
Der Pro ist der Fachmann auf der Anlage. Man unterscheidet zwei Rollen: Der Teaching Pro gibt Unterricht und betreut die Mitglieder, der Playing Pro spielt auf Turnieren um Preisgeld. In vielen Clubs übernimmt der Head Pro beides, dazu kommen Organisation des Proshops und des Sekretariats. Die Ausbildung läuft in Deutschland über die PGA. Wer den Titel trägt, hat eine mehrjährige Ausbildung mit sportlicher und kaufmännischer Prüfung hinter sich. Genau das unterscheidet ihn vom Amateur, der kein Preisgeld annehmen darf.
Für dich als Golfer ist der Pro der erste Ansprechpartner, wenn es ums Lernen geht. Ein Beispiel: Du spielst seit einem Jahr und deine Eisen kommen unruhig. Du buchst eine Stunde, der Pro filmt deinen Schwung und zeigt dir eine Fehlerquelle im Ausholen. Nach wenigen Übungseinheiten fliegt der Ball wieder stabil. Auch der Kurs zur Platzreife wird fast immer von einem Pro oder seinem Team geleitet. Viele Pros bieten zusätzlich Schlägerfitting und Bag-Checks an.
Ein häufiges Missverständnis: Pro ist nicht gleich Tour-Spieler. Die meisten Pros stehen nie auf einer großen Tour, sondern arbeiten täglich im Club. Umgekehrt ist nicht jeder gute Spieler ein Pro. Wer als Amateur Preisgeld über der erlaubten Grenze annimmt, verliert seinen Amateurstatus. Der Unterschied liegt also weniger im Können als im Status: Der Pro verdient Geld mit dem Sport, der Amateur nicht.
Häufige Fragen
Wann lohnt sich eine Stunde beim Pro?
Sobald du auf einem Leistungs-Plateau festhängst oder ein Fehler immer wiederkehrt, den du selbst nicht siehst. Ein Pro erkennt in einer Stunde Ursachen, für die du allein Monate brauchst. Auch vor dem Schlägerkauf ist ein Fitting beim Pro gut investiertes Geld.
Woran erkenne ich, ob jemand Pro oder Amateur ist?
Am Status, nicht am Spielniveau: Der Pro verdient Geld mit dem Sport, der Amateur darf kein Preisgeld über der erlaubten Grenze annehmen. Ein Amateur kann also besser spielen als mancher Pro und bleibt trotzdem Amateur. In Deutschland weist die PGA-Ausbildung den Berufsgolfer aus.
Wie finde ich den passenden Pro für meinen Unterricht?
Frag nach einer Probestunde und achte darauf, ob der Pro deine Fragen verständlich beantwortet und nicht nur Technik runterbetet. Jeder ausgebildete Pro hat die PGA-Ausbildung durchlaufen, der Unterschied liegt in der Art des Unterrichts. Wer Anfänger betreut, sollte auch Erfahrung mit Platzreife-Kursen haben.