Casual Water
Casual Water ist vorübergehendes Wasser auf dem Platz, das dir straflose Erleichterung gibt — im heutigen Regelwerk heißt es „zeitweiliges Wasser".
Casual Water ist der ältere Begriff für Pfützen und Wasseransammlungen, die nach Regen oder beim Beregnen entstehen und nicht zum normalen Platz gehören. Seit der Regelreform 2019 lautet die offizielle Bezeichnung zeitweiliges Wasser, im Sprachgebrauch vieler Golfer lebt Casual Water weiter. Es zählt als abnorme Platzbedingung: Liegt dein Ball darin oder stört das Wasser deinen Stand oder Schwung, bekommst du Erleichterung ohne Strafschlag. Wichtig: Das Wasser muss sichtbar sein, bevor oder nachdem du deinen Stand einnimmst. Reine Nässe oder Matsch reichen nicht.
In der Praxis läuft die Erleichterung wie jeder freie Drop. Ein Beispiel: Dein Ball liegt nach Starkregen in einer Pfütze mitten auf dem Fairway. Du suchst den nächstgelegenen Punkt, an dem weder Ball noch Stand noch Schwung vom Wasser berührt werden — nicht näher zum Loch. Von dort dropst du innerhalb einer Schlägerlänge und spielst weiter, ohne Strafe. Die gleiche Regel gilt im Rough und im allgemeinen Bereich, nicht jedoch für Wasser in einer Penalty Area, denn dort gelten eigene Regeln.
Typischer Fehler ist das Droppen an der angenehmsten statt der nächstgelegenen Stelle. Der Bezugspunkt ist der nächste Punkt vollständiger Erleichterung, auch wenn das dich ins Rough oder hinter einen Baum bringt. Auch falsch: das Ausweichen, weil der Ball nur auf feuchtem Boden liegt. Ohne sichtbares Wasser gibt es keine Erleichterung. Die Details zur Prozedur liest du beim Begriff Freier Drop.
Häufige Fragen
Wann bekomme ich für Wasser auf dem Platz straflose Erleichterung?
Wenn sichtbares Wasser vorhanden ist, bevor oder nachdem du deinen Stand eingenommen hast, und es deinen Ball, Stand oder Schwung berührt. Reine Nässe oder Matsch reichen nicht aus. Dann gilt die Regel für zeitweiliges Wasser und du darfst ohne Strafschlag droppen.
Wie genau droppe ich meinen Ball aus einer Pfütze auf dem Fairway?
Du suchst den nächstgelegenen Punkt, an dem weder Ball noch Stand noch Schwung das Wasser berühren — und der nicht näher zum Loch liegt. Von dort dropst du innerhalb einer Schlägerlänge und spielst weiter. Die Details der Prozedur findest du beim Begriff Freier Drop; wichtig ist: Die angenehmste Stelle zählt nicht, sondern die nächstgelegene.
Gilt die Erleichterung auch, wenn mein Ball in einer Penalty Area im Wasser liegt?
Nein, das ist ein häufiger Denkfehler. Innerhalb einer Penalty Area gelten die eigenen Regeln des Wasserhindernisses, auch wenn dort nur eine Regenpfütze ist. Du spielst den Ball entweder, wie er liegt, oder nimmst die Erleichterung der Penalty Area mit einem Strafschlag in Anspruch.