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Dormie

Dormie bist du im Lochspiel, wenn du genau um so viele Löcher führst, wie noch zu spielen sind.

Der Begriff gehört zum reinen Lochspiel und beschreibt den komfortabelsten Stand vor dem Ziel. Führst du nach Loch 15 mit drei Löchern Up und es bleiben nur noch drei Löcher, bist du „dormie 3". Dein Gegner kann dich bestenfalls noch einholen, aber nicht mehr schlagen — er muss jedes verbleibende Loch gewinnen, um überhaupt einen Gleichstand zu erzwingen. Der Name stammt der Überlieferung nach vom französischen „dormir", schlafen: Du kannst dich in Führung zurücklehnen, während der andere ackern muss. In Team-Matches wie Foursomes oder Fourball gilt derselbe Begriff genauso.

Ein Beispiel aus einer Matchrunde: Du führst nach dem 14. Loch mit zwei Löchern, es bleiben vier zu spielen. Dein Gegner gewinnt Loch 15 — nun bist du nur noch 1 up bei drei Restlöchern, nicht dormie. Gewinnst du aber Loch 16, stehst du 2 up bei zwei Restlöchern: dormie 2. Jetzt reicht dir ein halbiertes Loch zum Gesamtsieg. Dein Gegner braucht zwei volle Löcher, um die Verlängerung über Extra Holes zu erreichen. Genau in dieser Phase ändert sich die Taktik — du spielst sicher auf die Grünmitte, er muss die Fahne attackieren.

Das häufigste Missverständnis: Dormie ist noch kein Sieg. Wer in dieser Situation unkonzentriert wird, verspielt Matches, die längst entschieden schienen. Halbiere die restlichen Löcher und das Match gehört dir — erst wenn dein Gegner jedes Restloch holt, geht es weiter. Umgekehrt gilt für den Zurückliegenden: Dormie-Rückstand ist keine Kapitulation, sondern Anweisung zum Vollangriff. Das macht das Lochspiel so reizvoll — der Spielstand zählt Löcher, nicht Schläge, und bis zum letzten Putt bleibt alles offen.

Häufige Fragen

Was ändert sich taktisch, wenn ich dormie bin?

Du brauchst nur noch halbierte Löcher, also spielst du konsequent auf Sicherheit: Grünmitte statt Fahne, Mitte des Fairways statt Abkürzung. Dein Gegner dagegen muss jedes Restloch gewinnen und wird angreifen — lass ihn das Risiko tragen. Der Fehler in dieser Phase ist Unkonzentriertheit, denn dormie ist noch kein Sieg, sondern nur eine sehr komfortable Ausgangslage.

Was passiert, wenn mein Gegner trotz Dormie alle Restlöcher gewinnt?

Dann steht das Match nach 18 Löchern unentschieden — im Wettspiel geht es in die Verlängerung über Extra Holes, also Loch für Loch, bis einer ein Loch gewinnt. In der Privatrunde endet das Match je nach Absprache auch mit einem Unentschieden. Dein Gegner hat dann das Undenkbare geschafft, aber das Match ist noch nicht verloren — es beginnt nur neu.

Gilt Dormie auch im Zählspiel?

Nein, der Begriff gehört ausschließlich zum Lochspiel, weil dort Löcher und nicht Schläge gezählt werden. Im Zählspiel gibt es keine vergleichbare Situation — dort zählt bis zum letzten Putt jeder Schlag in der Gesamtsumme, und ein Vorsprung lässt sich nicht in „gewonnenen Löchern" messen. Wer im Zählspiel führt, führt einfach um Schläge.