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Lochspiel

Das Lochspiel ist die Spielform, bei der jedes einzelne Loch ein eigenes Duell ist.

Beim Lochspiel treten zwei Parteien direkt gegeneinander an, einzeln oder als Paar. Es zählt nicht die Gesamtschlagzahl, sondern wer das jeweilige Loch mit weniger Schlägen spielt. Wer gewinnt, geht ein Loch in Führung. Bei gleicher Schlagzahl ist das Loch geteilt, im Golfjargon „halbiert". Das Match endet, sobald eine Partei mehr Löcher Vorsprung hat, als noch zu spielen sind. Steht es nach 16 Löchern 3 auf, spricht man von „3 & 2". Historisch ist das Lochspiel die ältere Form, lange bevor das Zählspiel sich durchsetzte.

Die Taktik unterscheidet sich deutlich. Ein Achter auf einem Loch kostet dich genau ein Loch, nicht mehr. Deshalb lohnt sich Risiko: der lange Abschlag über die Ecke, der Angriff auf eine schwierige Fahnenposition. Du reagierst außerdem direkt auf den Gegner. Liegt er nach zwei Schlägen im Wasser, spielst du konservativ aufs Grün. Ein Beispiel: Beim Par 3 legt dein Gegner den Ball auf zwei Meter. Jetzt musst du angreifen, ein sicherer Ball auf die Grünmitte reicht nicht.

Eine Besonderheit ist das Schenken. Du darfst dem Gegner den nächsten Schlag, ein Loch oder das ganze Match schenken. Kurze Putts werden häufig gegeben, das gehört zur Etikette. Geschenktes lässt sich nicht zurücknehmen. Anders als im Zählspiel gilt eine Regelverletzung meist nur als Lochverlust, nicht als Disqualifikation. Der englische Name dafür ist Matchplay.

Häufige Fragen

Wann ist ein Lochspiel früher vorbei als nach 18 Löchern?

Sobald eine Partei mehr Löcher Vorsprung hat, als noch zu spielen sind. Führst du nach 16 Löchern mit drei Löchern, ist das Match entschieden — in der Ergebnisschreibweise heißt das „3 & 2". Steht es nach 18 Löchern unentschieden, geht es je nach Turnier-Regel ins Stechen oder das Match wird geteilt.

Warum sollte ich im Lochspiel mehr Risiko gehen als im Zählspiel?

Weil dich ein verpatztes Loch genau ein Loch kostet — nicht mehr. Ein Achter im Zählspiel ruiniert die Scorekarte, im Lochspiel ist er nur ein verlorenes Duell unter vielen. Deshalb lohnen sich der lange Abschlag über die Ecke oder der Angriff auf die schwierige Fahne, besonders wenn du zurückliegst.

Darf ich dem Gegner einen Putt schenken — und kann ich das zurücknehmen?

Schenken ist erlaubt und gehört zur Etikette des Lochspiels: Du darfst den nächsten Schlag, ein ganzes Loch oder sogar das Match geben. Kurze Putts werden häufig geschenkt, das spart Zeit und ist ein Zeichen von Anstand. Achtung: Einmal Geschenktes lässt sich nicht zurücknehmen, auch wenn du es eine Sekunde später bereust.

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