Fahnenposition
Die Fahnenposition ist die Stelle auf dem Grün, an der das Loch an diesem Tag gesteckt ist.
Die Fahnenposition, auch Pin Position genannt, wechselt regelmäßig. Der Greenkeeper versetzt das Loch täglich oder vor Turnieren, um den Verschleiß zu verteilen und den Platz abwechslungsreich zu halten. Viele Clubs teilen die Positionen in Zonen ein und geben sie auf der Scorekarte oder per Aushang bekannt — etwa als Farbcodierung vorne, Mitte, hinten. Für dich verändert die Position die Rechnung jeder Annäherung: Ein Loch vorne am Grünrand mit Bunker davor spielt sich völlig anders als ein Loch weit hinten auf dem Plateau.
Ein Beispiel zeigt die Tragweite: Par 3 über 150 Meter, Fahne heute vorne links, zwei Meter hinter dem Wasser. Direkt anspielen heißt, alles über den Teich tragen zu müssen — kommt der Ball fünf Meter kurz, steht ein Strafschlag. Die kluge Variante zielt auf die Grünmitte, lässt den Ball zur Fahne laufen und nimmt einen langen Putt in Kauf. Beim Lesen des Grüns kommt hinzu, dass extreme Positionen am Hang den Break verstärken und Putts zur Fahne deutlich schneller machen.
Typischer Fehler ist das blinde Anpeilen der Fahne statt der Position. Wer nur das Tuch sieht und nicht die Lage drumherum, spielt den riskanten Schlag, wo der sichere Punkt gereicht hätte. Gewöhne dir an, vor jeder Runde die Positions-Tabelle zu prüfen und auf dem Abschlag den Annäherungswinkel zu planen. Zur Fahne zu spielen ist selten das Ziel — zur richtigen Seite der Fahne zu spielen ist es.
Häufige Fragen
Woher weiß ich vor der Runde, wo die Fahne steckt?
Viele Clubs geben die Positionen auf der Scorekarte, per Aushang im Sekretariat oder zunehmend per App bekannt, oft farbcodiert in Zonen wie vorne, Mitte und hinten. Der Greenkeeper versetzt das Loch regelmäßig, um den Verschleiß auf dem Grün zu verteilen. Mach es dir zur Gewohnheit, diese Tabelle vor dem ersten Abschlag zu prüfen.
Wie verändert die Fahnenposition meine Taktik beim Annäherungsschlag?
Eine Fahne vorne am Grünrand hinter einem Bunker oder Wasser spielt sich völlig anders als eine weit hinten auf dem Plateau. Bei riskanten Positionen zielst du besser auf die Grünmitte und nimmst einen langen Putt in Kauf, statt alles über das Hindernis tragen zu müssen. Zur richtigen Seite der Fahne zu spielen ist fast immer klüger als direkt aufs Tuch.
Warum ist es ein Fehler, immer blind die Fahne anzuvisieren?
Weil du dann nur das Zieltuch siehst und nicht die Lage drumherum: Hangkanten, Hindernisse und den Platz hinter dem Loch. Extreme Positionen am Hang verstärken außerdem den Break und machen Putts zur Fahne deutlich schneller. Wer die Position in den Schlagplan einbezieht, vermeidet die teuren Strafschläge.