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Handicap Bewertung

Die Handicap-Bewertung ist die rechnerische Bewertung deiner gespielten Runden, aus der sich dein Handicap ergibt.

Jede vorgabewirksame Runde wird nach dem World Handicap System in einen sogenannten Score Differential umgerechnet. Dabei fließen neben deiner Schlagzahl das Course Rating und der Slope-Wert des gespielten Platzes ein. So wird vergleichbar, was auf leichten und auf schweren Plätzen gespielt wurde. Für den Handicap-Index zählen dann die besten acht der letzten zwanzig Bewertungen. Liegen weniger Runden vor, greifen Übergangsregeln.

Ein Beispiel macht das greifbar: Du spielst 92 Schläge auf einem Platz mit einem Course Rating von 71,5 und einem Slope von 128. Die Bewertung rechnet deine Schlagzahl gegen die Platzschwierigkeit und erhält einen Wert um die 18. Ob diese Runde dein Handicap verändert, hängt davon ab, ob sie zu deinen besten acht gehört. Auch registrierte Privatrunden, die sogenannten EDS-Runden, fließen in die Bewertung ein, wenn du sie vorab angemeldet hast.

Typische Missverständnisse gibt es zwei. Erstens verschlechtert nicht jede schwache Runde das Handicap, denn sie zählt nur, wenn sie unter die besten acht fällt. Zweitens muss die Runde vor dem ersten Abschlag als vorgabewirksam angemeldet sein, sonst geht sie nicht in die Bewertung ein. Hintergrund zur Zahl selbst erklärt der Beitrag zum Handicap-Index.

Häufige Fragen

Zählt eine schlechte Runde sofort gegen mein Handicap?

Nein. Für deinen Index zählen nur die besten acht Bewertungen der letzten zwanzig Runden, ein einzelner schwacher Tag fliegt meist aus der Wertung. Erst wenn sich schlechte Ergebnisse häufen und gute alte herausfallen, steigt dein Index spürbar.

Wann geht eine Privatrunde in die Bewertung ein?

Nur wenn du sie vor dem ersten Abschlag als vorgabewirksam angemeldet hast, zum Beispiel als EDS-Runde. Nachträglich lässt sich nichts retten: Ohne Anmeldung vorab zählt die Runde nicht, egal wie gut sie war. Die Anmeldung geht meist über die App deines Verbandes oder im Sekretariat.

Was passiert, wenn ich eine angemeldete Runde abbreche?

Eine abgebrochene Runde ist kein Freifahrtschein. Wer ohne wichtigen Grund wie Verletzung oder Gewitter aufgibt, muss damit rechnen, dass der Handicap-Ausschuss einen Strafscore einträgt. Besser: Die Runde zu Ende spielen und die Karte abgeben, auch wenn der Tag nicht läuft.