ZUM INHALT SPRINGEN
GolfRanger
Startseite / Golfbegriffe / Pacing

Pacing

Pacing ist das Abmessen von Distanzen auf dem Platz durch Zählen deiner Schritte.

Pacing ist die älteste Entfernungsmessung im Golf und funktioniert ganz ohne Technik. Du gehst vom Ball zu einem bekannten Punkt, etwa einer 150-Meter-Markierung oder der Fahne, und zählst deine Schritte. Ein ruhiger, gleichmäßiger Schritt entspricht bei den meisten Erwachsenen grob einem Meter. Wer seine Schrittlänge kennt, kann so jede Distanz auf wenige Meter genau bestimmen. Lange bevor Laser und GPS-Uhren üblich wurden, war Pacing das Standardwerkzeug von Profis und Caddies. Im Yardage Book vieler Turnierspieler stehen genau solche eingeschrittenen Notizen.

In der Praxis läuft das so: Dein Ball liegt auf dem Fairway, neben der Bahn steht ein Pfosten bei 150 Metern zur Grünmitte. Du gehst vom Pfosten zu deinem Ball und zählst 23 Schritte. Deine Restdistanz beträgt also etwa 127 Meter, und du wählst das passende Eisen. Wichtig ist das konstante Tempo: Wer im Gehen großzügig ausschreitet, misst zu kurz. Am besten kalibrierst du deine Schritte einmal auf einer ausgemessenen Strecke der Driving Range.

Typischer Fehler ist das Mischen von Schrittweisen. Vorwärts gehen, seitwärts schlenkern, einen Hang hoch stolpern — alles verfälscht das Ergebnis. Miss immer in gerader Linie und im gleichen Rhythmus. Ein weiteres Missverständnis: Pacing ist kein Ersatz für die exakte Fahnenposition, denn die Markierungen zeigen fast immer die Mitte des Grüns, nicht die Fahne. Bei großen, ondulierten Grüns können dazwischen zehn Meter Unterschied liegen. Pacing liefert dir die Basis, den Rest liest du am Grün ab.

Häufige Fragen

Wie schreite ich eine Distanz auf dem Platz richtig ab?

Du gehst vom Ball zu einem bekannten Punkt, etwa einer 150-Meter-Markierung, und zählst deine Schritte in gerader Linie und gleichmäßigem Rhythmus. Ein ruhiger Schritt entspricht bei den meisten Erwachsenen grob einem Meter. Zählst du zum Beispiel 23 Schritte vom Pfosten zum Ball, bleiben dir etwa 127 Meter, und du wählst das passende Eisen.

Worauf muss ich beim Pacing achten, damit das Ergebnis stimmt?

Der häufigste Fehler ist das Mischen von Schrittweisen: vorwärts gehen, seitwärts schlenkern oder einen Hang hoch stolpern verfälscht die Zählung. Kalibriere deine Schrittlänge am besten einmal auf einer ausgemessenen Strecke der Driving Range, dann weißt du genau, wie viele Meter dein Schritt deckt. Danach immer im gleichen Tempo messen.

Ersetzt Pacing Laser oder GPS-Uhr?

Pacing liefert dir eine solide Basis, ist aber kein Ersatz für die exakte Entfernung zur Fahne. Die Markierungen am Wegesrand zeigen fast immer die Mitte des Grüns, nicht die tagesaktuelle Fahnenposition — bei großen Grüns können dazwischen zehn Meter liegen. Kombiniere das Abmessen mit dem Ablesen am Grün, dann passt die Schlägerwahl.