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Tab In

Ein Tab In, häufiger Tap In geschrieben, ist ein Putt aus kürzester Distanz, der nur noch eingetippt werden muss.

Der Begriff kommt vom englischen „to tap", also antippen. Gemeint ist der Rest-Putt, wenn der Ball nur noch wenige Zentimeter vom Loch entfernt liegt. Faustregel: alles innerhalb einer Schlägerlänge des Putters. Der Ball braucht keinen Schwung mehr, ein kurzer Tipp genügt. Gewertet wird der Tab In wie jeder andere Schlag, auch wenn er als unverfehlbar gilt. Er beendet das Loch, erst dann darfst du den Ball aus dem Loch nehmen.

In der Praxis geht es um Routine und Etikette. Ein Beispiel: Dein erster Putt aus acht Metern läuft auf 30 Zentimeter ans Loch. Du gehst hin, sprichst den Ball kurz an und tippst ihn ein, ohne ihn vorher zu markieren. Das ist erlaubt, solange du niemanden störst und die Puttlinie der Mitspieler nicht betrittst, und es hält das Spiel flüssig. Im Zählspiel musst du auch diesen Schlag ausführen und zählen. Das Loch ist erst beendet, wenn der Ball ruht und unterhalb der Oberkante des Lochs liegt.

Im lockeren Spiel unter Freunden wird der Tab In oft gar nicht mehr gespielt, sondern als Gimme geschenkt. Im Wettspiel ist das untersagt: Geschenkte Putts riskieren dort die Disqualifikation beider Beteiligten. Der typische Fehler am eigenen Spiel ist die Nonchalance. Gerade die scheinbar sicheren Kurzputts werden unter Druck zum Problem, und die berüchtigten Yips zeigen sich fast immer auf genau dieser Distanz. Gewöhne dir an, auch den Tab In mit der gleichen kleinen Routine einzulochen wie jeden anderen Putt.

Häufige Fragen

Muss ich den Tap In im Turnier wirklich ausspielen?

Ja, im Zählspiel gibt es keine geschenkten Putts, jeder Ball muss ins Loch. Wer den Ball wegschlägt oder als gegeben annimmt, hat das Loch nicht beendet und riskiert die Disqualifikation. Nur im lockeren Spiel unter Freunden darfst du dir den kurzen Rest als Gimme schenken lassen.

Darf ich den kurzen Restputt sofort eintippen, ohne zu markieren?

Ja, das ist erlaubt und hält das Spiel flüssig, solange du niemanden störst. Achte nur darauf, dass du nicht auf der Puttlinie eines Mitspielers stehst und dein Ball wirklich ruht, bevor du ihn antippst. Wenn dein Ball auf der Linie eines anderen liegt, markiere ihn lieber kurz.

Warum verputte ich ausgerechnet die ganz kurzen Putts?

Weil du sie als sicher abhakst und die Routine schleifen lässt: kein Lesen der Linie, kein Probeschwung, halbe Konzentration. Gerade unter Druck machen sich auf dieser Distanz die gefürchteten Yips bemerkbar. Gewöhne dir an, jeden Tap In mit derselben kleinen Routine einzulochen wie jeden anderen Putt.