WGPA
Die WGPA ist der Zusammenschluss der weiblichen Golfprofessionals — die Abkürzung steht für Women Professional Golfers' Association.
Die WGPA ist ein berufsständischer Verband, in dem Golfproetten organisiert sind: sowohl Playing Proetten, also Berufsspielerinnen, als auch Teaching Proetten, die als Golflehrerinnen arbeiten. Der Verband tritt für die Interessen der weiblichen Professionals ein, etwa gegenüber Verbänden, Turnierveranstaltern und Sponsoren. Damit ist er das weibliche Gegenstück zur PGA, in der traditionell vor allem die männlichen Professionals organisiert sind. International am bekanntesten ist die LPGA, die große Damen-Tour und Spielerorganisation in den USA.
In der Praxis bedeutet die Verbandsarbeit dreierlei. Erstens werden Turnierserien und eine eigene Tour organisiert, auf der die Berufsspielerinnen um Preisgelder spielen. Zweitens geht es um Ausbildungsstandards: Eine Teaching Pro durchläuft eine geregelte Ausbildung, bevor sie Unterricht geben darf. Drittens vertritt der Verband seine Mitglieder in Fragen von Verträgen, Turnierbedingungen und Sichtbarkeit des Damengolfs. Als Clubgolfer begegnest du dem Thema vor allem dann, wenn du Unterricht bei einer ausgebildeten Proette nimmst.
Ein häufiges Missverständnis ist die Verwechslung mit der PGA. Die PGA ist der allgemeine Dachverband der Golfprofessionals, die WGPA zielt ausdrücklich auf die Frauen im Berufsgolf. Auch der Unterschied zwischen Amateur und Pro sorgt für Verwirrung: Wer beruflich Golf unterrichtet oder um Preisgeld spielt, ist Professional und verliert den Amateurstatus. Genau diese Grenze macht die eigene Organisation der Berufsgolferinnen notwendig.
Häufige Fragen
Was unterscheidet die WGPA von der PGA?
Die PGA ist der allgemeine Dachverband der Golfprofessionals, in dem traditionell vor allem die männlichen Professionals organisiert sind. Die WGPA zielt ausdrücklich auf die Frauen im Berufsgolf und vertritt deren Interessen gegenüber Verbänden, Turnierveranstaltern und Sponsoren. Sie ist damit das weibliche Gegenstück, kein Unterverband.
Wo begegnet dir die WGPA als Clubgolfer im Alltag?
Vor allem dann, wenn du Unterricht bei einer ausgebildeten Proette nimmst, denn die Ausbildungsstandards für Teaching Pros sind Teil der Verbandsarbeit. Dazu kommen die organisierten Turnierserien, auf denen Berufsspielerinnen um Preisgelder spielen. Als Clubgolfer merkst du davon meist nur am Schild an der Übungsanlage oder an Turnierplakaten.
Kann eine Golferin gleichzeitig Amateurin und Berufsspielerin sein?
Nein, wer beruflich Golf unterrichtet oder um Preisgeld spielt, ist Pro und verliert den Amateurstatus. Diese klare Grenze ist der Grund, warum es eine eigene Organisation der Berufsgolferinnen überhaupt braucht. Für die Vorgabe und die meisten Club-Wettspiele zählt nur der Amateurstatus.