Bump and Run
Bump and Run ist ein Annäherungsschlag, bei dem der Ball kurz fliegt und dann weit über das Grün zum Loch rollt.
Der Bump and Run ist der Arbeitsschlag rund ums Grün. Statt den Ball hoch zu werfen, spielst du ihn mit wenig Schwung flach an, lässt ihn auf dem Vorgrün oder Grün aufkommen und ausrollen. Genutzt wird er, wenn vor dir viel Grün ohne Hindernis liegt und der Ball ungestört rollen kann. Im englischen Sprachraum heißt diese Spielweise auch Run-Up-Schlag. Er ist das Gegenstück zum hohen, schnell stoppten Pitch und gehört zum Fundament des kurzen Spiels.
Die Ausführung ist bewusst einfach gehalten. Ein Beispiel: Dein Ball liegt fünf Meter vor dem Grün, die Fahne steht zwanzig Meter weiter hinten, der Boden ist fest. Du nimmst ein Eisen 8 statt des Wedges, stellst den Ball leicht zurück im Stand und schwingst wie beim langen Putt. Der Ball fliegt nur die ersten Meter und rollt den Rest wie ein Putt zur Fahne. Der Schwung bleibt kurz, die Handgelenke ruhig, die Schlagfläche übernimmt die Höhe.
Der häufigste Fehler ist die falsche Schlägerwahl aus Gewohnheit. Viele greifen automatisch zum Wedge, obwohl die flache Variante deutlich sicherer ist, weil weniger Flug auch weniger Fehlerquellen bedeutet. Zweitklassig gelandete Bump-and-Runs liegen oft näher am Loch als halbherzige hohe Schläge. Auf schnellen, festen Plätzen und bei Wind ist der rollende Ball ohnehin die clevere Wahl — das wissen besonders Golfer auf alten Links-Kursen zu schätzen.
Häufige Fragen
Wann ist der Bump and Run die bessere Wahl als ein hoher Pitch?
Immer dann, wenn vor dir viel freies Grün ohne Hindernis liegt und der Ball ungestört rollen kann. Auf festem Boden und bei Wind ist der flach anrollende Ball deutlich sicherer als ein hoher Pitch, der in der Luft anfällig ist. Er gehört zum Fundament des kurzen Spiels.
Welchen Schläger nehme ich für einen Bump and Run?
Nicht automatisch das Wedge — das ist der häufigste Fehler. Ein Eisen 8 oder 9 reicht völlig, denn der Ball soll nur die ersten Meter fliegen und dann wie ein Putt zur Fahne rollen. Weniger Flug bedeutet weniger Fehlerquellen, und selbst mittelmäßig getroffene Bump-and-Runs liegen oft näher am Loch als halbherzige hohe Schläge.
Wie fühlt sich der Schwung beim Bump and Run an?
Wie ein langer Putt. Der Ball steht leicht zurück im Stand, die Handgelenke bleiben ruhig und der Schwung bleibt kurz. Du schwingst entspannt durch, die Schlagfläche des Eisens übernimmt die wenige nötige Höhe — Kraft brauchst du dafür fast keine.