Cross Handed
Cross Handed ist eine Griffweise, bei der die sonst obere Hand unterhalb der anderen Hand liegt — fast ausschließlich beim Putten.
Beim Cross-Handed-Griff führt bei Rechtshändern die linke Hand den Schlag, sie liegt am Griff oberhalb der rechten Handtiefe, also weiter unten am Schaft. Auf Englisch heißt die Technik deshalb auch „Left Hand Low". Der Zweck: Die Schulterachse bleibt waagerecht und ruhig, das Handgelenk der Führungshand klappt weniger ein. Genau diese beiden Bewegungsfehler verursachen die meisten verzogenen Putts. Viele Spieler wechseln auf Cross Handed, wenn ihnen kurze Putts nicht mehr vertrauenswürdig erscheinen.
In der Praxis probierst du den Griff am besten auf dem Übungsgrün aus. Stell dich zu einem Putt aus zwei Metern, nimm die linke Hand nach unten und bewege den Putter nur aus den Schultern. Der Ball sollte ohne spürbares Kippen der Handgelenke starten. Beispiel: Du verlierst kurze Putts regelmäßig nach rechts, weil die rechte Hand im Treffmoment übersteuert. Cross Handed nimmt ihr diese Dominanz. Nach zehn bis zwanzig Bällen spürst du, ob die Puttlinie ruhiger wird.
Typisches Missverständnis: Cross Handed sei unorthodox oder gar unzulässig. Beides stimmt nicht, das Regelwerk kennt keine Vorschrift zur Griffposition. Auch im normalen Schwung ist der Griff theoretisch möglich, praktisch aber unüblich, weil dort die Handstellung für Drehmoment und Geschwindigkeit sorgt. Wer lange mit dem klassischen Vardon Griff spielt, sollte den Wechsel schrittweise angehen, erst beim kurzen Putt, dann bei längeren Distanzen.
Häufige Fragen
Ist der Cross-Handed-Griff nach den Golfregeln erlaubt?
Ja, das Regelwerk schreibt keine Griffposition vor. Cross Handed ist also völlig regelkonform, genau wie jede andere Griffweise. Auch viele Tourprofis putten mit dieser Technik, weil sie das Handgelenk der Führungshand ruhig hält.
Wann lohnt sich der Wechsel auf Cross Handed?
Vor allem dann, wenn deine kurzen Putts unzuverlässig werden, weil die untere Hand im Treffmoment übersteuert. Cross Handed nimmt ihr diese Dominanz und lässt den Putter nur aus den Schultern bewegen. Probiere den Griff zunächst auf dem Übungsgrün aus und wechsle schrittweise, erst bei kurzen, dann bei längeren Putts.
Kann ich Cross Handed auch beim vollen Schwung spielen?
Theoretisch ja, praktisch ist es dort unüblich. Im vollen Schwung sorgt die klassische Handstellung für Drehmoment und Schlägerkopfgeschwindigkeit, und die vertauschten Hände bremsen beides. Der Griff ist fast ausschließlich eine Putt-Technik, während du im langen Spiel besser beim bewährten Vardon Griff bleibst.