Vardon Griff
Der Vardon Griff ist die klassische Overlapping-Griffart, bei der der kleine Finger der unteren Hand über dem Zeigefinger der oberen Hand liegt.
Der Vardon Griff, auch Overlapping Grip genannt, ist die am weitesten verbreitete Griffart im Golf. Benannt ist er nach Harry Vardon, einem britischen Berufsgolfer um die Jahrhundertwende, der mit dieser Technik große Erfolge feierte. Beim Vardon Griff liegt der kleine Finger der führenden unteren Hand im Zwischenraum zwischen Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand. Dadurch arbeiten beide Hände als eine Einheit. Die meisten Tourspieler und erfahrenen Amateure greifen so.
In der Praxis entscheidet die Griffart über die Kontrolle im Schwung. Ein Beispiel: Du hältst den Schläger mit beiden Händen, legst zuerst die obere Hand an den Griff und schiebst dann den kleinen Finger der unteren Hand in die Lücke. Die Hände berühren sich fest, ohne sich zu verkrampfen. Vergleiche ruhig mit den Alternativen: Beim Interlocking Griff verhaken sich die Finger, beim Zehn-Finger Griff liegen alle Finger nebeneinander am Schaft. Kleine Hände und Anfänger fühlen sich dort oft wohler.
Typischer Fehler ist der Griffwechsel alle paar Wochen. Wer ständig zwischen den Griffarten springt, baut kein wiederholbares Gefühl auf. Wähle eine Variante und bleibe eine Saison dabei, ehe du bewertest. Ein zweites Missverständnis: Der Griff allein heilt keinen Slice. Er ist die Basis, nicht die Reparatur. Lass die Griffposition einmal von einem Trainer prüfen, statt an zehn Stellschrauben gleichzeitig zu drehen.
Häufige Fragen
Woran merke ich, ob der Vardon Griff zu meinen Händen passt?
Probier ihn auf der Range einfach aus: Leg die obere Hand an den Griff und schieb den kleinen Finger der unteren Hand in die Lücke zwischen Zeige- und Mittelfinger. Fühlt sich das nach einer Einheit an und bleiben die Hände ohne Kraftaufwand zusammen, passt die Griffart. Bei kleinen Händen oder wenig Fingerkraft ist der Interlocking Griff oft die bessere Alternative.
Soll ich als Anfänger direkt den Vardon Griff lernen?
Ja, das ist sinnvoll, weil die meisten Trainer ihn als Standard unterrichten und du dir später keine Umgewöhnung sparst. Entscheidend ist aber nicht die Variante, sondern die Konstanz: Wähl eine Griffart und bleib mindestens eine Saison dabei, bevor du bewertest. Ständiges Wechseln verhindert jedes wiederholbare Gefühl im Schwung.
Behebt ein Griffwechsel meinen Slice?
Nein, der Griff allein repariert keinen Slice. Er ist die Basis für Kontrolle, aber die Schlagflächenstellung und der Schwungweg entscheiden über die Flugkurve. Lass deine Griffposition einmal von einem Trainer prüfen, statt parallel an mehreren Stellschrauben zu drehen.