Dame
Eine Dame ist der umgangssprachliche Ausdruck für einen missglückten Abschlag, bei dem der Ball nicht einmal die Linie des vordersten Abschlags überfliegt.
Der Begriff gehört zur Spott-Sprache des Golfplatzes, nicht zum Regelwerk. Er kommt aus der Zeit, als die vorderen Abschläge traditionell den Damen vorbehalten waren. Trifft ein Spieler den Ball so schlecht, dass er nicht mal bis zu diesen Markierungen trägt, rufen die Mitspieler „Dame". Dieselbe Idee steckt hinter den Schmähworten Girlie und Lady. Alle drei meinen keinen Schlag im technischen Sinn, sondern ein kurioses Missgeschick vom Tee. Ernsthafte Folgen hat die Dame nicht, sie ist Teil der Runden-Kultur und des gegenseitigen Aufziehens.
Typisches Beispiel aus dem Alltag: Erstes Loch, voller Abschlag, vier Mitspieler schauen zu. Du bist nervös, triffst den Ball oben am Schlägerblatt, und er kullert zwanzig Meter durchs Gras. Genau das ist die Dame. In vielen Runden gilt der Brauch, dass der Betroffene nach der Runde ein Getränk im Clubhaus für den Flight ausgibt. So wird aus dem peinlichen Moment ein kleiner Anlass, über den alle lachen können. Wer so etwas einmal erlebt hat, vergisst es nie — und achtet am nächsten Abschlag doppelt auf einen ruhigen Schwung.
Ein weit verbreitetes Missverständnis: Die Dame ist kein Regelverstoß und kostet keinen Strafschlag. Der getoppte Ball zählt als normaler Schlag, und du spielst ihn weiter, wie er liegt, sofern er nicht den Abschlag verfehlt hat und die Platzbegrenzungen beachtet werden. Neuere Golfplätze kennen die starre Aufteilung in Damen- und Herren-Tees ohnehin kaum noch. Die Abschlagsmarkierungen unterscheiden heute nur noch Spielstärken. Trotzdem lebt das Wort weiter — als freundliche Erinnerung daran, dass sich niemand vom ersten Schlag einer Runde unterkriegen lassen sollte.
Häufige Fragen
Kostet eine Dame einen Strafschlag?
Nein, die Dame ist kein Regelbegriff und hat keine regeltechnischen Folgen. Der getoppte Ball zählt als ganz normaler Schlag, und du spielst ihn weiter, wie er liegt. Es ist reine Runden-Kultur: ein freundlicher Spott der Mitspieler über einen Abschlag, der nicht mal die vorderste Abschlagslinie erreicht hat.
Woher kommt der Name Dame für einen verpatzten Abschlag?
Der Ausdruck stammt aus der Zeit, als die vordersten Abschläge traditionell den Damen vorbehalten waren. Flog der Ball nicht einmal bis zu diesen Markierungen, hieß es spöttisch „Dame", ähnlich wie beim Girlie. Heute unterscheiden die Abschlagsmarkierungen nur noch Spielstärken, aber das Wort ist in der Platzsprache geblieben.
Was passiert nach einer Dame in der Runde?
In vielen Runden gilt der Brauch, dass der Betroffene nach der Runde ein Getränk im Clubhaus für den Flight ausgibt. So wird aus dem peinlichen Moment ein kleiner Anlass, über den alle lachen können. Lass dich davon nicht unterkriegen — fast jeder Golfer hat seine eigene Dame-Geschichte.