Proette
Eine Proette ist eine weibliche Golflehrerin oder Berufsspielerin, also die weibliche Form des Pros.
Die Proette ist das weibliche Gegenstück zum Pro. Der Begriff kommt aus einer Zeit, in der der Golfsport Berufsbezeichnungen sprachlich nach Geschlecht trennte, ähnlich wie bei der Amateurin. In der Praxis hat die Proette dieselbe Ausbildung und dieselben Aufgaben: Unterricht, Turnierbetrieb, Clubmanagement. Auf den professionellen Damen-Touren spielen die Golferinnen um Preisgelder und Ranglistenpunkte, organisiert etwa bei der LPGA im amerikanischen Raum oder auf der europäischen Damen-Tour. Heute wird der Titel in Deutschland meist geschlechtsneutral als Pro geführt.
Im Cluballtag begegnet dir die Bezeichnung vor allem in älteren Ausschreibungen, Chroniken und Berichten. Ein Beispiel: In der Festschrift deines Clubs liest du, dass in den 1970er-Jahren eine Proette das Trainerteam aufgebaut hat. Gemeint ist die damalige Golflehrerin der Anlage. Auch bei historischen Turnierergebnissen taucht das Wort auf, wenn Damen-Wettbewerbe mit Profis beschrieben werden. Wer alte Golfliteratur liest, sollte den Begriff also einordnen können, ohne ihn aktiv zu verwenden.
Das häufigste Missverständnis ist die Verwechslung mit einer guten Amateurin. Eine Proette ist keine Hobbyspielerin mit niedrigem Handicap, sondern eine Berufsgolferin mit abgeschlossener Ausbildung oder Tour-Status. Der Status trennt sich wie beim Pro über das Preisgeld: Wer als Spielerin Preisgelder annimmt, ist keine Amateurin mehr. In der heutigen Sprache hat sich die neutrale Bezeichnung durchgesetzt, die Hintergründe dazu regelt die PGA als Berufsverband der Golflehrer und Turnierprofis.
Häufige Fragen
Wird der Begriff Proette heute noch verwendet?
Praktisch nicht mehr. Die Bezeichnung hat sich als geschlechtsneutraler Pro durchgesetzt, so wie es bei vielen Berufsbezeichnungen passiert ist. Du findest das Wort heute vor allem in älteren Texten, Chroniken und Ausschreibungen.
Wo begegnet mir das Wort Proette noch?
In Clubchroniken, alten Golfbüchern und historischen Turnierberichten, etwa wenn von den 1960er- oder 1970er-Jahren die Rede ist. Dort bezeichnet es die damalige Golflehrerin oder Berufsspielerin der Anlage. Es ist also ein Begriff zum Verstehen, nicht zum aktiven Verwenden.
Was unterscheidet eine Proette von einer guten Amateurin?
Der Status: Die Proette verdiente ihren Lebensunterhalt mit Golf, als Lehrerin oder mit Preisgeldern auf der Tour. Eine Amateurin darf dagegen kein Preisgeld über der erlaubten Grenze annehmen, egal wie gut sie spielt. Eine niedrige Vorgabe allein macht also noch lange keine Berufsgolferin.